Anlässlich des CSD, der am 14.09. in Ulm stattfindet, zeigen wir den Film “Pride” von Regisseur Matthew Warchus aus dem Jahr 2014.
Er beruht auf wahren Begebenheiten und handelt von “Lesbians and Gays support the Miners” , einer Gruppe von homosexuellen Aktivist*innen, die 1984 für streikende Bergleute Geld sammelten.
Eintritt auf Spendenbasis – Kommt vorbei!
Hinweis: Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Input Ulm von der Rosa-Luxemburg Stiftung statt
Wer oder was ist ein Polylux? Am 09.06.24 waren Europawahlen. Deutschland rückt weiter nach Rechts. In Ostdeutschland ist die AfD stärkste Kraft, in vielen Wahlkreisen im Rest von Deutschland zweitstärkste Kraft. In den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen in Ulm zieht mit Nicolas Brickenstein ein Faschist in den Gemeinderat ein. Der Rechtsruck findet überall statt. Nach der Euroawahl ist vor der Landtagswahl. Im Sommer sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Die AfD ist auf Kurs stärkste Partei zu werden und damit in der Position, selbst ohne Regierungsverantwortung, Finanzierungen für in ihren Augen unliebsame und unbequeme Projekte zu streichen.
Das Netzwerk Polylux unterstützt seit 2019 antifaschistische Projekte in Ostdeutschland um unabhängige Finanzierung zu schaffen, indem Gelder durch Fördermitgliedschaften solidarisch verteilt werden. Um weitere Fördermitgliedschaften zu gewinnen, geht das Netzwerk Polylux auf Reisen und kommt auch mit einem Vortrag nach Ulm. In dem Vortrag geht es darum, was eigentlich im Osten los ist und was der ‘andere Osten’ ist. Außerdem werden wichtige Projekte, die unterstützt werden, vorgestellt. Diese Projekte sind vielfältig von Jugendhaus über migrantische Selbstorganisation zu antifaschistischen Netzwerken.
Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam solidarisch etwas dem Rechtsruck entgegenzusetzen. Werdet Fördermitglied bei Polylux! Der monatliche Förderbeitrag ist frei wählbar. Es wird auch eine Soli- Kunst- Aktion geben, bei der ihr Kunst gegen Spende erwerben könnt. Die Einnahmen gehen direkt an das Netzwerk Polylux.
An alle Kreative:
Bock coole Projekte im Osten zu unterstützen? Wir suchen Kunst von solidarischen Menschen um bei einem Vortrag vom Polylux Netzwerk eine Spendenaktion zu starten. Alles Hilft, egal ob Zeichnungen, Fotos, Leinwände, Drucke oder sonstige Werke 🙂
Für Details und Rückfragen meldet euch gerne direkt bei uns über Instagram oder per E-Mail!
Rechte Musik ist in Ulm und Umgebung seit Jahren ein Thema. Immer wieder waren die Auftritte von Frei.Wild & co. beim Rock-Dein-Leben Festival in Laichingen oder der Auftritt von den Böhsen Onkelz diesen Sommer in Neu-Ulm Bestandteil von städtischen Debatten, die oft oberflächlich blieben. Hier geht es eher um die sogenannte Grauzone, also Musik mit rechten Inhalten, die aber abgewandelt sind um Mainstream tauglich zu sein.
Was in der Debatte in Ulm oft keinen Platz hat sind geheime Neonazi Konzerte in der Gegend oder die tatsächlichen Inhalte der kritisierten Bands. Deswegen haben wir Timo Büchner mit einem Vortrag zu rechter Musik von Frei.Wild bis zum Neonazismus eingeladen.
Bis heute ist Frei.Wild um Sänger Phillip Burger die angesagteste Band auf dem Deutschrock-Markt. Die Südtiroler spielen ausverkauft Tourneen, feiern Chart-Erfolge, gewinnen Preise. Der Politikwissenschaftler Timo Büchner erklärt, was Deutschrock-Bands wie “Frei.Wild” von einschlägigen Neonazi-Bands unterscheidet – und was sie eint.
Timo Büchner studiert politische Wissenschaften und jüdische Studien in Heidelberg. Er recherchiert und veröffentlicht seit einigen Jahren zur extremen Rechten. Er hat u.a. das Buch “Der Begriff ‘Heimat’ in rechter Musik. Analysen – Hintergründe – Zusammenhänge (2020)” veröffentlicht.
Am Samstag haben wir unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung und in Kooperation mit der VH Ulm den Film “Blut muss fließen – Undercover unter Nazis” gezeigt. Die Veranstaltung fand viel Anklang und war gut besucht.
Seit einigen Monat wird immer wieder in #Ulm über ein Böhse Onkelz Konzert im Sommer 2024 diskutiert. Kein Platz in dieser Debatte hat allerdings tatsächlich neonazistische Musik, die in der Region meist unbemerkt stattfindet.
Deshalb zeigen wir am 20.04 in der Volkshochschule Ulm den “Film Blut muss Fließen” gemeinsam mit dem Regisseur Peter Ohlendorf und anschließender Diskussion.
Die Veranstaltung wird unterstützt von Input Baden-Württemberg.
Hier ein Blick in das ins aktuelle Sortiment von der Buchhandlung Aegis – dem Spruch stimmen wir voll zu! Im März gibt es wieder einige Termine in Ulm, um Ulm herum und so weiter. Hier ein Überblick:
08.03 Demo zum feministischen Kampftag vom @flinta kollektiv
09.03 Demo gegen Rechts in Illertissen
20.03 offenes Antifa Treffen in Ulm, schreibt uns gerne wenn ihr dazu kommt
PS: Der Aegis Verlag wurde übrigens 1946 von Ernst Bauer gegründet, der im zweiten Weltkrieg als regional Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet hat. Bauer war politisch aktiv beim Kommunistischen Jugedverband Deutschlands und beteiligte sich nach ihrem Verbot 1933 im Untergrund an ihrem Fortbestehen. Er verteilte Zeitungen der KPD, sammelte Geld für die Rote Hilfe und den CFJM und versuchte kommunistische, sozialistische und christliche Jugendliche ins Gespräch zu bringen. Im Juli 1933 wurde der 16 jährige Bauer von der Gestapo verhaftet und erhielt eine Gefängnisstrafe. Im zweiten Weltkrieg wurde er in die Wehrmacht eingezogen. Er überlebte den Krieg und gründete nach seiner Rückkehr nach Ulm den Aegis Verlag.
Die antifaschistische Bewegung in Deutschland hat eine lange Geschichte. Darüber haben wir gestern gemeinsam einen Vortrag gehört und diskutiert, wie sich das auf unsere heutige Situation auswirkt und wie wir aus der Geschichte lernen können.
Dazu hatten wir Besuch von Genoss*innen des antifaschistischen Konsens 79 aus Freiburg, die uns in ihrem Vortrag von den Anfängen antifaschistischer Bewegungen um 1914 in den Konflikten um die SPD und die Räterepublik über die Ausrufung der antifaschistischen Aktion 1932 durch die KPD, schließlich der Widerstand im NS und die Teilung Deutschlands bis zu den Autonomen und dem heutigen Postautonomen- Zeitalter begleiteten.
Die Veranstaltung war gut besucht und die Diskussion danach war geprägt von verschiedenen Ideen, was Antifa heute heißt und wie eine (Um-)Organistation stattfinden muss, um faschistische Bewegungen zu schwächen und aufzuhalten.
Am Samstag 02.03. findet ab 16:00 ein Vortrag von AK79 (Antifaschistischer Konsens Freibrug) im Anarre Ulm statt. Kommt vorbei und lernt mit uns etwas über die Geschichte des deutschen Antifaschismus. Der Vortrag ist Einstiegsfreundlich.
Im Anschluss ist offener Tresen im Anarres und Menschen können sich weiter austauschen, kennenlernen und diksutieren.
Am Vormittag will die AfD um Franz Schmid rum einen Infostand am Petrusplatz in Neu-Ulm abhalten. Die AfD will offensichtlich ihren Wahlkampf starten. Falls ihr Lust habt schaut doch vorbei und unterstüzt sie dabei 😉 #noafd#rechtenwahlkampfsabotieren
Am Nachmittag streunern die Reste von Querdenken durch die Ulmer Innenstadt bei ihrem Aktionstag “Jetzt reichts” – diese tun vordergründig so, als würde es Ihnen um Inflation, Frieden & Freiheit gehen.
In Ihren Reden geht es dann aber eher darum, dass Sie gegen queere Menschen hetzen, Autoritäre Herrschaft abfeiern und eine alles bestimmende Globale Elite als Grund allen Übels ausmachen. Unterhaltsamerweise positionieren Sie sich auch gegen Faschismus, haben aber offensichtlich keine Ahnung wofür dieser Begriff steht.
Die Querdenken Demo startet um 13:30 bis 15:00, eine anschließende Kundgebung auf dem Münsterplatz geht von 15:45 bis 19:45